Donnerstag, 16. August 2012

Wichtiger Schritt!?


Ende des Jahres sind es nun 3 Jahre her das Jerry im Koma lag, und er durch die Intubation die mit starken Komplikationen verbunden war, mit Sicherheit einen hypoxische Hirnschädigung erlitten hat. 
Anfangs konnte ich den Gedanken ja nicht ertragen, und hab es weitgehend verdrängt.

Fakt ist, 
wir mussten ja damals wieder bei 0 anfangen, 
weil alles was er gelernt hat, nicht mehr vorhanden war. Selbst heute 3 Jahre später hat er noch nicht alles wieder aufgeholt. 
Vorallem was die Sprache angeht. 
Damals lautierte er klar "Da-da!" zb.

Oder ich erinner mich dran, als er paar Wochen zuvor im Krankenhaus lag, 
und ich kurz zuhause war, und ich wieder kam und in unser Zimmer trat, 
er mich anstrahlte und Mama rief. 
Diesen Augenblick werd ich nie vergessen. 
Und mir treibts immer wieder beim dem Gedanken Tränen in die Augen.
Weil ich weiß, 
das er es ganz tief in sich dran KANN!
Wir müssen nur diese blöde Blockade (kann man es so nennen?) irgendwie brechen.

mittlerweile ist die nicht vorhandene Sprache wirkich ein wunder Punkt.
Klar, er macht klar und deutlich was er super findet, 
und was er gar nicht mag.
Aber alles was sich dazwischen befindet ist eher schwierig.
Ich als Mama, klar weiß oft was Sache ist.
Aber wie sieht es mit dem Rest der Gesellschaft aus?
Es wäre um so einiges einfacher für ihn, 
wenn er den Weg in die Kommunikation findet.



Naja und paar Wochen später dann dieses Drama.
Er sagt inzwischen zwar wieder Mama, 
aber nicht direkt.. es ist mehr ein Mam-Mam.. 
und so bewusst wie er es in diesem besagten Moment damals gemacht hat, 
ist es bis heute nicht mehr. 



Seit dieser Koma-Geschichte,
haben wir uns beide verändert.

Und seit dieser Geschichte schwirrt ein Gedanke in meinem Kopf rum, 
den ich einfach nicht los lassen kann. 

"Delphin-Therapie"
(dieses Wort, verbinde ich mit soooooo viel Hoffnung)

Ich hab letztes Jahr schon Kontakt mit einem Institut aufgenommen via Email, 
und mich mal etwas informiert. Und war fest entschlossen das wir das machen werden.
Nun ja..
dann kam es ja wieder anders wie gedacht, 
und mein Burn-Out kam.

Und heute morgen bin ich aufgestanden, 
und mein 1.Gedanke war wieder die Delphin-Therapie..

also, 
jetzt aber!


Noch heute, 
wir das Formular zur Vorbereitung abgeschickt. 
Denn das ganze läuft über Spendenkonto!
(jaja die bösen Zungen werden jetzt eh wieder kräftig los legen, 
mir ist es aber egal)
Ich versuche nur jede möglichkeit zu nutzen, 
Jerry neue Möglichkeiten und Chancen zu bieten.
Ist das verboten?
Ich denke wohl nicht. 

Was ich mir davon verspreche?

Ehrlich gesagt, 
ich weiß es nicht. 
Fakt ist, bei Therapien wo Tiere mit am Werk sind, 
spricht Jerry am meisten drauf an.

Ich erwarte kein großes Wunder.
Aber dennoch, 
ist es ja nicht unmöglich.
Mir würde es schon reichen, 
wenn er sich mehr öffnen würde, 
und im Idealfall zur Sprache kommt.
Damit mein ich noch nicht mal die Wörter, 
sondern irgendeine Art und Weise der Kommunikation.. 
das er sich für diese Welt öffnet.

Und ich weiß, 
das diese Hoffnung NICHT unmöglich ist.. 

Nun kurz zu unserem MDK-Termin.. 
es verlief gar nicht so schlecht denke ich. 
Die Dame war sehr nett und verständnissvoll, 
und hat den Autismus gesehen, 
und auch die mitbringenden Schwierigkeiten im Alltag.
Jetzt heißt es abwarten.

Liebste Grüße
Nike

Kommentare:

  1. Ich druecke euch die Daumen, dass das mit der Delfin-Therapie klappt und sie Jerry auch "hilft".
    Und lass die boesen Zungen reden - ich finde solche Therapien gut!! Und vor allem sind sie auch wichtig - Tiere sind so toll und grade so Menschen mit kleinen Extras, ob geistig o koerperlich behindert, genießen das Zusammensein mit Tieren so sehr und es gibt ihnen so viel!

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  2. Hey Nike,
    ich kann das gut verstehen. Paul konnte vor seinem Unfall laufen, war frech und wenn er etwas haben wollte, reckte er sich, strahlte einen an und rief laut "GA!!", das bedeutete haben-wollen.
    Als er aus dem Koma erwachte, konnte er nichts außer zucken und schlucken. Nun sind drei Jahre vergangen und ich freue mich wie Bolle, wenn er mit Nicken oder Kopfschütteln Ja und Nein äußert, allerdings auch nicht immer verläßlich.
    In der letzten Reha haben wir ein einfaches Kommunikationsgerät ausprobiert, aber dafür ist er einfach noch zu unkoordiniert. Und wenn mir eine Million Leute was anderes erzählen, ich weiß, daß er mich versteht!!
    Also weiter abwarten und bei Gelegenheit wieder versuchen.
    Dein Stöpsel darf froh sein, daß er eine Mama hat, die ihm jede Möglichkeit zu bieten versucht. Sollen die "bösen Zungen" labern, was sie wollen -
    Wunder sind manchmal ganz klein, aber um sie zu sehen, muß man an sie glauben.
    Und nicht umgekehrt.
    Ich wünsche Euch von Herzen, daß es mit der Therapie klappt! Und ganz ehrlich, wenn Ihr damit erreicht, daß Jerry sich daran freuen kann hat es sich schon gelohnt!!
    GLG, Mel

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  3. Du kämpfst für deinen Jungen, wie es jede gute Mutter tun würde - gib nicht auf - ich bewundere dich für deine Stärke! Ganz viel Glück euch.

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  4. Ich hoffe für euch beide, dass ihr es ausprobieren könnt.
    selbst wenn es nicht klappt (was ich nicht glaube), dann hast du immerhin die gewissheit es probiert zu haben.
    Viel Glück ;)

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♥ Und jetzt bist du dran ..♥ Danke dir für deine Worte..